Hort "Biberburg" feierlich eröffnet - Große Kinderaugen, Brot, Salz und eine gelebte Partnerschaft

Quelle: Dübener Wochenspiegel, 29.09.2021, Kevin Phillipp

(Bad Düben/Wsp/kp). Wie das bei einem derart großen Neubau so ist: Kleinere Restarbeiten sind noch zu erledigen, bis die endgültige Abnahme erfolgen und das Gebäude in Betrieb genommen werden kann. Dennoch fand vor knapp zwei Wochen bereits die große Eröffnungsfeier des neuen Horts „Biberburg“ an der Heide-Grundschule statt – mit reichlich Tamtam, zahlreichen kleinen und großen Gästen sowie Brot und Salz, wie sich das gehört.

Das neue Bad Dübener Vorzeigeobjekt kann sich wahrlich sehen lassen, ist von außen und innen eine hochmoderne Einrichtung. Der Bau kostete am Ende knapp 5 Millionen Euro statt der ursprünglich geplanten 3 Millionen. Auch die Bauzeit betrug durch einige Verzögerungen insgesamt rund drei Jahre. Dennoch kann die Kurstadt stolz sein auf das Geschaffene. Bürgermeisterin Astrid Münster blickte in ihrer Rede satte 23 Jahre zurück. Sohn Yannik, heutiger Stadtrat, besuchte damals als Ein-jähriger das „Spatzenhaus“. „Mit vielen Eltern, auch anderer Einrichtungen, haben wir uns damals für die Modernisierung der Kita- und Schulgebäude stark gemacht. Das war sozusagen der Einstieg in meine politische Laufbahn“, sagte Münster. 23 Jahre seien freilich ein langer Weg. Wenn man sich jedoch das Resultat anschaue, mache einen das überaus glücklich.

Ohnehin war die Stimmung überragend. Die auf den Stufen der vielseitig nutzbaren Fluchttreppe versammelten Kinder schmetterten der Stadtchefin ein lautes „Biberburg“ nach dem anderen entgegen.

Die drei neuen „Nachbarinnen“ Kerstin Gründling (Leiterin „Biberburg“), Sylvia Krause (Leiterin Heide-Grundschule) und Ute Kirchhof (Leiterin Oberschule) erhielten Brot und Salz – und Nutella, damit „es auch schmeckte“. Im Anschluss durchschnitten Vertreter aller Stadtratsfraktionen gemeinsam mit AWO-Geschäftsführer Marko Schreiber und Kerstin Gründling symbolisch das blau-gelbe Band. Die Schülerband der Oberschule sorgte für den musikalischen Rahmen und eine Delegation aus der Partnerstadt Diez führte ein kleines Theaterstück auf.

Kleine, große Randnotiz: Unter den Diezern befand sich auch Stadträtin Kathrin Roßtäuscher. „Diese Frau sowie die Firma ihres Mannes haben uns vor weiteren Verzögerungen bewahrt“, betonte Münster. Als sich beim Sonnenschutz der großzügigen Fenster kein hiesiges Unternehmen fand und weiterer Zeitverzug drohte, ließ man seine Kontakte nach Rheinland-Pfalz spielen. „Sie schauten sich das vor Ort an und sagten uns ihre Unterstützung zu“, verriet Münster.

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